IS und KAV 2012 - Installationshinweise, Version 12.0.0.374

Kaspersky Lab hat am 7.6.2011 die Schutzprogramme KIS und KAV 2012 freigegeben. Die erste Programmversion ist 12.0.0.374.


KIS/KAV 2012 sind lauffähig unter Windows 7, Windows Vista und Windows XP (jeweils in der 32- und 64-bit Version).

 

Liste der Dringenden Updates (durch Update der Bedrohungsdatenbanken installiert)
7.6.2011: Update a für KAV und KIS unter Windows 7, Vista und XP (jeweils für 32- und 64-bit)
Wichtigste Korrekturen: Benutzeroberfläche des Gadgets funktioniert nicht richtig, Taskleistensymbol erscheint spät, Fehlerhafte Darstellung bei Firewall-Nachfrage ("Speichern für immer"), Selbstschutz: Kaspersky-Treiber kann von Skript gelöscht werden.
Das Update wird erst nach dem Neustart des Computers wirksam (es erfolgt keine Aufforderung).


Gültigkeit bisheriger Lizenzen
Der Kaspersky-Tradition entsprechend sind nicht abgelaufene Lizenzen der Versionen 2011 und 2010 auch für 2012 gültig. Falls bei der Aktivierung der Version 2012 eine Meldung erscheint wie "Die Gültigkeit der Lizenz ist abgelaufen" oder "Die Lizenz passt nicht zum Produkt", muss man sich mittels des Kontaktformulars an den Support wenden, das Problem schildern, Name und Anschrift angeben, den Aktivierungscode nennen und nach Möglichkeit auch den Kaufbeleg beifügen. Der Support wird bei berechtigtem Anspruch für den Ersatz der Lizenz sorgen.


Grundsätzliche Hinweise zum Installationsvorgang
• Die Produkte werden generell als 32-bit-Anwendung installiert; unter Windows 64-bit werden jedoch 64-bit-Treiber installiert.
• Bei verfügbarer Internetverbindung sucht der Installationsassistent auf den Kaspersky-Servern nach einer neueren Programmversion. Ist eine solche vorhanden, kann der Benutzer entscheiden, ob er diese herunterladen und installieren lassen oder bei seiner Version bleiben will.
• Es gibt je eine Installationsdatei für KIS und KAV. Zu beachten ist, dass diejenige des KAV auch die Komponenten der KIS enthält. Wenn nach der Installation bei der Aktivierung der Benutzer einen für die KIS gültigen Aktivierungscode eingibt oder automatisch ein solcher, bei der Entfernung der vorherigen Version gespeicherter, erkannt wird, erfolgt automatisch die Umkonfiguration auf die KIS. Der Benutzer kann aber auch entscheiden, bei KAV zu bleiben; in diesem Fall ist jedoch die Eingabe eines für die KAV gültigen Aktivierungscodes erforderlich. Sinngemäss gilt dieses Verfahren auch für die Installationsdatei der KIS.
• Die benutzerdefinierte Installation ermöglicht die freie Wahl des Installationsordners. Ferner ist für Spezialfälle (Remote Desktop) der Schutz des Installationsprozesses abschaltbar. Die Abwahl einzelner Komponenten ist nicht möglich; sie lassen sich jedoch später in den Einstellungen deaktivieren.
• Der bereits aus den Produkten 2011 bekannte Kaspersky-Security-Network-Service (KSN) wurde weiter ausgebaut. KSN ermöglicht Kaspersky die schnellere Reaktion auf Bedrohungen und stetige Optimierung des Schutzes. Es werden vom Computer des Benutzers Informationen über die Hardware, die Software, gefundene Infektionen sowie eine erweiterte Statistik über geladene und gestartete Anwendungen automatisch an KL gesendet. Die Informationen enthalten keine personenbezogenen Daten. Der Benutzer kann anhand der anzeigbaren KSN-Vereinbarung selbst über die Teilnahme am KSN entscheiden. Wer misstrauisch ist, lehnt die Teilnahme ab und kann später unter "Einstellungen > Feedback" die "Erklärung zur Verwendung von Kaspersky Security Network" in aller Ruhe lesen und dann der Teilnahme zustimmen oder diese auch widerrufen.
• Für die Aktivierung ist eine funktionierende Internetverbindung erforderlich.
• Für den späteren unbeschränkten Zugang zu den Support-Dienstleistungen ist die Registrierung des Produkts erforderlich.


Empfohlener Ablauf der Hochrüstung
Es ist davon auszugehen, dass Kaspersky das Installieren der Version 2012 über eine der Versionen 2011 und 2010 (KIS über KIS, KAV über KAV) erlauben wird. Dabei werden die Lizenzdaten und die Bedrohungsdatenbanken in die Version 2012 übernommen. Auf Computern mit intakter Softwareumgebung dürfte dieses Vorgehen in der Regel erfolgreich möglich sein. Auf der anderen Seite zeigen unsere im Forum gesammelten Erfahrungen, dass die vorangehende Deinstallation der bisher genutzten Version das Risiko einer fehlerhaften Installation deutlich vermindert. Die nachstehende Anleitung enthält deshalb auch die Deinstallation der bisher genutzten Version; es bleibt dem Benutzer überlassen, diese Schritte (4-6) zu überspringen.


Wichtig: Sofern KIS/KAV erstmalig auf einen Computer installiert wird, der bisher durch ein Fremdprodukt geschützt wurde, sollte er vorgängig von eventuellen Programmresten gesäubert werden. Dazu eignen sich am besten die speziellen Entfernungstools der entsprechenden Hersteller.

 

1) Download der zutreffenden aktuellen Installationsdatei vom Kaspersky-Server
Kaspersky Internet Security (KIS) 2012 (erste Version ist 12.0.0.374)
Kaspersky Anti-Virus (KAV) 2012 (erste Version ist 12.0.0.374)

2) Anwender der KIS 2011 und der KIS 2010 haben die Möglichkeit, die Weisse Liste sowie, sofern sie Einträge enthält, die Schwarze Liste der Komponente Anti-Spam manuell als Textdatei zu exportieren und später in die KIS 2012 zu importieren. Für beide Listen ist jeweils wie folgt vorzugehen:
a] Einstellungen > Anti-Spam > Einstellungen > Allgemein
b] Weisse Liste: Option "Von erlaubten Absendern" > Auswählen > Export (empfohlen ist Format txt)
c] Schwarze Liste: Option "Von verbotenen Absendern" > Auswählen > Export (empfohlen ist Format txt)
d] Nach Abschluss der Installation der KIS 2012 die Textdatei(en) über die Anti-Spam-Einstellungen in die Weisse bzw. Schwarze Liste importieren.

3) Alle Anwendungen schliessen und KIS/KAV 2011 oder 2010 aus dem Kontextmenü beenden.

4) KIS/KAV 2011 oder 2010 über Startmenü > Programme > Kaspersky ... > "Ändern, reparieren, löschen" deinstallieren. Der Entfernungsassistent bietet die Option, ausgewählte Objekte der bisherigen Version zu speichern. Diese Objekte können während der Installation der Version 2012 in diese übernommen werden.
Wir empfehlen nachdrücklich, die Aktivierungsdaten zu speichern.
Zusätzlich empfehlen wir, für KIS die Anti-Spam-Datenbank zu speichern.
Die Übernahme der Schutzparameter wird nicht empfohlen, weil 2012 in manchen Belangen völlig verschiedene Einstellungen verwendet. Das gleiche gilt für die iSwift-Daten. In speziellen Fällen kann es sinnvoll sein, die Backup- und Quarantäneobjekte zu speichern.

5) Computer neu starten.

6) Nach dem Hochlauf kurz warten, bis das Betriebssystem die Ruhelage erreicht hat.

7) kis12.0.0.374de_de.exe oder kav12.0.0.374de_de.exe (unter Admin-Rechten) ausführen.
Im Begrüssungsfenster des Assistenten wird die Option "Installationseinstellungen ändern" vorgelegt. Diese ist zu aktivieren, sofern
a] der Programmordner nicht im Standard-Verzeichnis angelegt werden soll
b] der Schutz des Installationsprozesses abgeschaltet werden soll (nur für Spezialfälle, z.B. Remote Desktop).

8) Nachdem der vom Assistenten vorgelegte Lizenzvertrag vom Benutzer akzeptiert wurde, fragt der Assistent im nächsten Fenster, ob der Benutzer den Teilnahmebedingungen für das Kaspersky Security Network zustimme oder nicht. Mittels der Schaltfläche "KSN-Vereinbarung" kann man einen umfangreichen Text anzeigen lassen, der den Zweck des KSN und den Umfang der an Kaspersky übermittelten Daten beschreibt. Anhand der gezeigten Erläuterung kann der Benutzer selbst entscheiden; die Ablehnung hat keine funktionalen Nachteile zur Folge. Zudem lassen sich später in den Einstellungen (Erweiterte Einstellungen > Feedback) jederzeit Zustimmung oder Widerruf nachholen.

9) Nach beendeter Installation wird die Anwendung automatisch gestartet und es werden Informationen über das System gesammelt.

10) Abschliessend muss der Lizenz-Aktivierungscode eingegeben oder das Produkt als Testversion aktiviert werden; dieser Vorgang erfordert den funktionierenden Zugang zum Internet. Falls vom vorgängig installierten Kaspersky-Produkt die gespeicherte gültige Lizenzinformation vorliegt, erfolgt die Aktivierung automatisch. Darauf erscheint das Programmfenster, in dem man das sofortige Update der Bedrohungsdatenbanken manuell anstossen kann.

11) Der Computer muss nicht zwingend neu gestartet werden, um die Installation abzuschliessen; wir empfehlen jedoch, den Neustart durchzuführen.

12) Nun sollte KIS/KAV 2012 aktiv sein (rotes K-Symbol im Infobereich der Taskleiste). In den Vorgabeeinstellungen sind alle Schutzkomponenten, ausser in der KIS Anti-Banner und Kindersicherung, aktiviert. Wer diese benötigt, kann sie über Einstellungen > Schutz-Center > Anti-Banner (und Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Kindersicherung) aktivieren.

 

Wir empfehlen, vorerst die Vorgabe-Einstellungen der einzelnen Komponenten nicht zu verändern. KIS und KAV 2012 sind darauf ausgelegt, die optimalen Schutzeinstellungen automatisch zu ermitteln. Der Benutzer kann selbstverständlich auch selber konfigurieren, vorgängig ist jedoch das Studium der Programmhilfe oder der Hilfethemen an unserem Anschlagbrett eindringlich empfohlen.


Hinweise zur Funktion

 

Lokale Netzwerke mit Dateifreigabe
In der Voreinstellung weist die KIS dem WLAN-Adapter den Status "Öffentliches Netzwerk" zu. Damit jedoch die Dateifreigabe im Netzwerk funktioniert, muss dem WLAN-Adapter der Status "Lokales Netzwerk" zugewiesen werden.
Einstellungen > Schutz-Center > Firewall: WLAN-Verbindung markieren und aus dem Kontextmenü auf "Lokales Netzwerk" einstellen. Alle Fenster mit "OK" oder "Übernehmen" verlassen.

 

Automatisches Update der Datenbanken
Wie schon die Version 2011 starten auch KIS/KAV 2012 das automatische Update nicht sofort nach dem Hochlauf, sondern um 15 Minuten verzögert. Dies lässt sich jedoch in den Update-Einstellungen durch den Startmodus "Nach Zeitplan" ändern.