|
"Wenn es mir
gelingt das Unmögliche möglich zu machen, |
|
so habe ich die
Hälfte von dem was ich will erreicht." |
|
Christian Singhuber |
| |
|
zurück zu: chef.schreibt |
|
10.2006 - Weniger Viren, mehr
Gefahren |
|
Im Jahr 2006
gab es bislang keine bemerkenswerte Virus-Epidemie. Dennoch ist
Gefahr im Verzug: Organisierte Banden versuchen auf neuen Wegen,
den Anwendern Daten und Geld abzunehmen. |
|
|
Wenn wir uns
die letzten 5 Jahre ansehen, so müssten wir uns über eine
Entwicklung freuen: Die Zahl der welt-umspannenden
Virus-Attacken sinkt. In den Jahren 2001 bis 2004 war jährlich
mindestens eine globale Epidemie zu erwarten. |
|
Den
Startschuss machte der berüchtigte „Loveletter“-Wurm im Jahr 2000.
Anschließend wurden weltweit gleichzeitig auftretende Attacken
zu einem fast üblichen Szenario. Dieser Trend ging im Jahr 2005
zurück, und scheint im Jahr 2006 endgültig überwunden zu sein. |
|
Dieser an
sich positive Abwärtstrend hat zwei Gründe: Einerseits wurde das
Sicherheitsniveau der eingesetzten Systeme deutlich erhöht, und
andererseits arbeiten Cyber-Kriminelle heute wesentlich leiser –
aber auch effektiver. |
|
Gepatcht und
zugesperrt |
|
Ein Angriff mit
simplen Methoden wie durch besagten „Loveletter“ im Jahr 2000
ist heutzutage fast denkunmöglich. Hersteller und
Administratoren haben seitdem eine Menge zur Hebung der
Sicherheitsstandards getan. |
|
So gibt es
nun monatliche Patch-Days des OS-Marktführers Microsoft, eine
Regelmäßigkeit die vor 5 Jahren noch unmöglich erschien. Hier
ist ein Umdenken zu sehen. Man hat die Verpflichtung gegenüber
seinen Kunden erkannt, ausgelieferte Systeme auch durch
Nachbetreuung sicherer zu machen. |
|
Doch vielmehr
ist es Administratoren und sorgsamen Anwendern gelungen, die
Virus-Flut von dazumal einzudämmen. Durch den richtigen Einsatz
von Security-Werkzeugen wurden Netzwerke als auch Standalones
wesentlich sicherer. Gegenüber bisherigen Gefahren. |
|
Guerillas im
Vormarsch |
|
Niemand ist
wandlungsfähiger als ein erfolgreicher Angreifer. Diese Weisheit
ist jahrtausende alt, und heute gültiger denn je. |
|
Waren Trojaner
und irreführende e-mails vor 4 Jahren noch ein unwesentlicher
Faktor beim Schutz vor externen Attacken, so haben sich diese
Varianten in diesem Jahr an die Spitze der erkennbaren Gefahren
gesetzt. |
|
Während
typische Viren und Würmer rückläufig sind, haben Trojanische
Programme (darunter auch Spyware) den Hauptanteil der
verbreiteten Malware eingenommen – mit einem Wachstum von
derzeit 9% im ersten Halbjahr 2006. |
|
Neben den
einstmals typischen Funktionen des Key-Logging und der
Daten-Spionage haben diese Programme vor allem die Aufgabe des
Bot-Jackings inne. Das heißt, dass eine Menge an fremder PCs
unerkannt für eigene Zwecke als Zombie-Computer wie z.B. das
Versenden von Spam-Mails gekapert werden sollen. |
|
Geld stinkt
nicht |
|
Doch werden
diese „Zombie-PCs“ zumeist nicht für eigene Zwecke gekapert,
sondern an Spam-Versender und andere Interessenten verkauft.
Diese können so unerkannt Massen an verbotenen Werbe-Mails
aussenden, ohne jegliche Kapazität aufbauen zu müssen. Bei einem
Rücklauf von auch nur 0,5% ein absolut rentables Geschäft. |
|
Damit ist jetzt
nicht vorrangig das Päckchen „vAigrA“ oder die viel
versprechende Verlängerung männlicher Körperteile gemeint. Auch
nicht der Erwerb jegliche Software um einmalig USD 80,00. Und
ebenso nicht der günstige Kauf von Plastikpalmen und anderen
Einrichtungsgegenständen. |
|
Vielmehr geht
es hier um so genannte „Dienste“ im Sinne des Empfängers. Das
sind in einfacher Weise viel versprechende Boni nach Versenden
einer vermeintlich kostenfreien SMS an eine dahinter stehende
Mehrwertnummer. Und in schwierigeren Fällen das Anwählen von
gefälschten Websites, um dort seine Passwörter oder TANs
loszuwerden. |
|
Geschwindigkeit
zählt |
|
Der aufgeklärte
Anwender weiß natürlich, dass solche Angebote Ihre Tücken haben.
Und Cyber-Kriminelle wissen, dass der Anwender das weiß. Deshalb
wird verstärkt auf den Überraschungseffekt gesetzt. Konkrete
Texte, kurze Fristen zur Antwort und überzeugende Aufbereitung
sind das A und O zum Verleiten der User. |
|
Und der
Trend geht klar dorthin, mit „professioneller“ Aufmachung den
Anwender in seiner Alltagshektik zu fangen. Ein Klick ist immer
noch schneller als das genaue Durchlesen einer kompletten
Nachricht. |
|
Gegenmaßnahmen
setzen |
|
Die
klassische Antivirus-Software als auch die typische Firewall
haben ausgedient. Was heute zählt ist die Kontrolle der Inhalte.
Damit ist weniger das Durchleuchten der e-mails gemeint, als
vielmehr das generelle Filtern problematischer Inhalte, die ins
Netzwerk gelangen. |
|
Moderne
Virenschutz-Programme wie z.B.
Kaspersky Antivirus haben schon
heute erweiterte Filtermethoden, um grundlegend verdächtige
Daten rechtzeitig außen vor zu halten. Zentrale Mail- und
Content-Filter wie z.B. von
GFI Software oder Tumbleweed
helfen in Netzwerken, die Unternehmenskommunikation sauber zu
halten. |
|
Nicht weil der
Anwender so dumm wäre – sonder weil die Angreifer immer
schlauere Methoden nutzen. |
|
|
|
zurück zu: chef.schreibt |